Literatur im Anthropozän
Ringvorlesung
WiSe 2026/27
Mittwoch 12-13 Uhr s.t.
Domäne Marienburg
Haus 50/Hohes Haus (KC.50.4.02)
Wie wird die sogenannte Klimakrise literarisch verhandelt? Wie lässt sich das Verhältnis von Mensch und Natur im Anthropozän in Sprache bringen? Die Gegenwartsliteratur entwickelt ganz unterschiedliche Formen und Schreibweisen, von Dystopien und Langgedichten über Nature Writing bis hin zu Sci Fi und (queer-)feministischen Entwürfen. Wir wollen dazu einladen, das Thema aus der Sicht Schreibender in seiner ganzen Breite zu erkunden: über Theorie und Praxis, poetologische Überlegungen, Lesungen. Eingeladen sind ein Semester lang sowohl Autor°innen als auch Literatur- und Kulturwissenschaftler°innen.
Termine
28.10. Christine Lötscher: Klima-Szenen. Was Archivmotten, Papierwespen und Tintenfische schreiben. Eine Lecture Performance
4.11. Thomas Klupp: «Und jetzt zum Wetter»: Schreiben im Anthropozän
11.11. Marion Poschmann: WASSER WISSEN WESSEN
18.11. Andreas Weber: Nicht Singular, nicht Plural: Eine Grammatik des Herzens
25.11. Aiki Mira: Pupillenkuss und Plastiglomerat / kaputte Landschaften in Körpern:
über Post-Cli-Fi und Queer*SF als Praxis des Schreibens im Kollaps
2.12. Sophia Klink: Von Graphen zu Geschichten. Ökologisches Erzählen am Beispiel von Kurilensee
9.12. Sina Kamala Kaufmann: Als ob wir handeln könnten. Formender Ermächtigungzwischen Fiktion und Gewalt.
16.12. Wiebke von Bernstorff: Zwischen verbrannter Erde und Konzern-Enklaven: Das Klima in Marge Piercys
“Er, Sie und Es”.
13.1. Leona Stahlmann: Ein Gedicht und ein Baum sind kein Transparent. Verteidigung der Nichtzustimmungsfähigkeit von Literatur
20.1. Daniela Danz: Wenn einer das Meer wegnähme – Klima, Fracht und die schattenlosen Routen unserer Wünsche
27.1. Christine Knödler: Gegen das große Verschlafen. Zwischen Alarmismus und Weltrettung: Wie geht Klima Schreiben?

